|
Das 100% Rotschopf-Projekt |
Warum ein Rotschopf Projekt?
Rotes Haar hatte in der Geschichte – je nach Kulturkreis - unterschiedlichste Reaktionen zur Folge.
Wohlwollende, ablehnende und sogar vernichtende Reaktionen.
Heutzutage erkennt man echte Rotschöpfe nicht immer an Ihrer Haarfarbe,
viele Mädels und Frauen (ich kenne keinen Mann) wollen sich mittel
Chemie dieses Image „anfärben“.
Als 100% echter Rotschopf ist das etwas Anderes …
Meine bewussten Erfahrungen ein Rotschopf zu sein begannen im Kindergarten als ich immer die „Pippi Langstrumpf“ war ...
Später dann war ich "der Kobold mit dem roten Haar ... hurra hurra der Pumuckl ist da ..."
Das waren noch die harmlosen Begleiterscheinungen bzw. „Nebenwirkungen“.
Im zarten Alter von 13/14 Jahren folgten schon erste Anspielungen auf den angeblich „erotischen Aspekt“ Rothaariger, obwohl ich da noch gar nicht wusste was man“n“ von mir wollte und was das heißen soll, ein "heißer Feger" im Bett zu sein ...
Blöde Anmachen wie:
"Feuchte Wohnung oder...?", bist daheim ins „Gulasch gefallen“ oder "dich hätte man früher verbrannt" sind nur ein kleiner Auszug dessen, was sich ein Rotschopf so anhören kann.
Trotz alle dem und eigenhändigen Färbeversuchen mit 15 habe ich dann
mit 18 meinen roten Schopf stolzen Hauptes getragen - mit all den Vorurteilen und auch Nachteilen.
Mit über 30 wurde dann die Agentur Sagmeister in „Rotschopf“ umbenannt – weil mein markantes Merkmal mich eben sehr geprägt hat und mich so zur "Marke" machte.
Das Buch von Irmela Hannover „Frauen mit roten Haaren“ hat mich weiters ermutigt und inspiriert ein Projekt dieser Art zu realisieren.
Mit diesem Projekt möchte ich – mit allen beteiligten Rotschöpfen – den anderen, schüchternen Rotschöpfen Mut machen zu ihrem "Makel" (so empfinden wir ihn oft selber) zu stehen und erhobenen Hauptes allen
anderen Minderheiten und "Gezeichneten" zeigen, dass man mit viel Humor
und dem Schritt nach vorne Vieles bewegen kann.
Ein Rotschopf aus Überzeugung
Elisabeth Sagmeister
|
|